Seit Anfang des Jahres dürfen die Menschen im US-Bundesstaat Colorado legal Cannabis einkaufen. Für Händler haben sich dadurch neue Geschäftsfelder eröffnet.

Das Interesse an einer Lizenz für den Cannabis-Verkauf ist in Colorado viel größer als die Anzahl der zu vergebenden Lizenzen. Viele Menschen entdecken mit der Legalisierung von Cannabis jetzt neue Geschäftsmodelle. Zum Beispiel eine Künstlerin, die Kurse unter dem Titel "Rauchen und Malen" anbietet. Da wird dann gemeinsam gekifft, gemalt und über viel geredet - die Kurse sind immer ausgebucht, berichtet Reporter Freddy Gareis.

Und dann gibt es die großen Unternehmen, die im Moment großes Potential sehen, ihre Aktivitäten noch auszuweiten. So hat einer der größten Cannabis-Abgabe-Läden gerade seine Anbauflächen verdoppelt - insgesamt werde auf mehren Quadratkilometern Hanf angebaut.

Laut Steuerbehörde wurde im ersten Quartal bereits ziemlich viel Umsatz mit Marihuana gemacht. Insgesamt haben Händler Cannabis im Wert von mehr als 14 Millionen Dollar (rund 10,1 Millionen Euro) verkauft. Für den Staat sind dabei rund zwei Millionen Dollar abgefallen.

Der Staat kassiert mit

Mittlerweile haben 160 Geschäfte Lizenzen erworben, um beim Marihuana-Handel mit mischen zu können. Der Staat kassiert bei dem Geschäft 12,9 Prozent Umsatzsteuer und 15 Prozent Gewerbesteuer. Mit den ersten Geldern soll nun die Instandhaltung von Schulen bezahlt werden.

Mehr zum Thema:

"Legalisierung: Colorado verdient zwei Millionen Dollar an Marihuana." Zeit.de vom 11. März 2014