Valerie hat Franziskus ein Jahr lang begleitet. Sie ist Journalistin, er katholischer Priester. Und eigentlich hat sie null Verständnis für sein Leben.

Valerie hat Franziskus als erstes gegoogelt. "Da habe ich gedacht: er sieht sehr nett und priesterlich aus!" Franziskus hat sich als erstes auf Valerie eingelassen, ohne sie vorher zu googeln. Ein Jahr lang hat die Journalistin Valerie Schönian den Kaplan Franziskus von Boeselager begleitet. Denn Valerie will das Priesterleben und die katholische Kirche verstehen. Ihre Erlebnisse hat sie erst in dem Blog "Valerie und der Priester" - ein Projekt des Zentrums für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz aufgeschrieben - und nun in einem Buch. Die Berufungspastoral kümmert sich unter anderem darum, Menschen für das Priesteramt zu gewinnen.

"Beim Frauenthema habe ich gemerkt, dass ich platze!"
Valerie
"Da habe ich erst gesehen, was in Valerie vorgeht, als sie schon geplatzt ist!"
Franziskus

Die beiden gehen zusammen in die Kirche, besuchen Kranke und debattieren – manchmal spontan, manchmal geplant. Über all die Fragen, die Valerie aus Berlin ins Bistum Münster mitbringt: über Homosexualität, den Zölibat, die Auferstehung und die Rolle der Frau in der katholischen Kirche. Und natürlich gibt es auch Streit, Rückzug und wieder Annäherung.

"Ein Mensch ist mehr als ein Standpunkt.“
Valerie
"Wir sind uns schnell authentisch begegnet."
Franziskus

In Eine Stunde Talk erzählen die beiden, warum sie den Exorzisten nicht gucken würden, weshalb sie überhaupt bei dem Projekt mitgemacht haben und ob sie auch in Zukunft miteinander reden werden.