Rosenduft in der Badeabteilung, Zimt in der Weihnachtsecke - und schon sind wir in Kaufstimmung. Düfte können unserem Unterbewusstsein beim Shopping einen ganz schönen Streich spielen. Doch nur, wenn der Duft perfekt in die Umgebung passt.

Die Universität Klagenfurt hat jetzt mit 64 verschiedenen Studien den Einfluss von Düften auf unser Kaufverhalten untersucht. Dabei haben die Forscher unter anderem herausgefunden, dass Düfte in der Lage sind, uns bis zu 23 Prozent mehr Geld ausgeben zu lassen. Das funktioniert aber nur, wenn der Duft richtig eingesetzt wird.

Duft und Umgebung müssen zusammenpassen

In einem Geschäft voller Weihnachstartikel kann ein Zimtduft gut funktionieren - in der Computerspielabteilung eher nicht. Die Wissenschaftler sagen außerdem, dass Frauen für atmosphärische Düfte empfänglicher sind als Männer.

Grundsätzlich wollen Kundinnen und Kunden aber keinen Duft, den sie noch nicht kennen. Mischungen oder völlig fremde Gerüche könnten abschreckend wirken.

"Duftkonzepte funktionieren nicht in jedem Land gleich, weil Menschen in Asien mit anderen Gerüchen vertraut sind als Menschen in Europa, Lateinamerika oder Afrika."
Alexandra-Christina Rank, Deutschlandfunk-Nova Nachrichtenredaktion

Falsch eingesetzt können Düfte laut der Forscher auch ein negatives Kaufverhalten auslösen. Den perfekten Duft in die jeweilige Umgebung zu setzen, ist also schon eine Herausforderung.

Geruchssinn und Erinnerungen sind eng verknüpft

Wenn ein Duft gut funktioniert, dann löst das, so die Studie, positive Kaufgefühle bei uns aus. Wir bewerten dann Produkte besser, verweilen länger in einem Laden und sind im Allgemeinen mit unseren Käufen zufriedener.

Dass eine Duftstrategie jedoch bei allen Kunden gleich gut funktioniert, ist kaum machbar. Auch das haben die Studien gezeigt.