Wer auf den Arbeitsmarkt der Zukunft setzen will, könnte sich jetzt an der Online-Universität Udacity einschreiben. Denn dort winkt am Ende eine Ausbildung zum Ingenieur für fliegende Autos.

Der Traum vom Fliegen. Schon bald soll er mit dem fliegenden Auto für jedermann wahr werden. Egal, ob auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub. Was mit der Filmtrilogie "Zurück in die Zukunft" seinen festen Platz in der Popkultur eingenommen hat, wird nach Meinung der amerikanischen Online-Universität Udacity wohl ziemlich bald Wirklichkeit werden.

Fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Deswegen bietet die Udacity auf ihrer Website schon jetzt eine Ausbildung an, die ihren Teilnehmern alles vermitteln soll, um später als Ingenieur für fliegende Autos arbeiten zu können. Bewerbungsschluss ist der 7. Februar und die Kurse beginnen zwei Wochen später.

"Das ist eine Mischung von schriftlichen Inhalten, Tutorial-Videos, bis hin zu Projektarbeit. Daneben gibt es noch einen virtuellen Flugsimulator, wo der eigens erstellte Programmiercode auch getestet werden kann.“
Nicolas Dittberner, Udacity-Universität

Das Ganze ist aber eher als Aufbaustudium zu sehen, denn die Teilnehmer müssen einige professionelle Programmierkenntnisse mitbringen. 

Als Anreiz, die rund 2400 Euro für das Studium zu bezahlen und nicht einfach Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren, fährt die Udacity einige in der Branche namhafte Experten vom Massachusetts Institute of Technology oder der ETH Zürich auf. Wer da positiv auffällt, hat gleich einen einflussreichen Ansprechpartner an der Angel.

Marktreife in den nächsten fünf bis zehn Jahren

Bisher sollen bei der Universität 2000 Anmeldungen eingegangen sein. Insgesamt werden um die 10.000 Studierende erwartet. Aber geht es nach Nicolas Dittberner von Udacity, soll der Arbeitsmarkt der Zukunft genügend Jobs für alle potenziellen Absolventen bereithalten.

"Da gibt es große Anbieter wie Airbus oder Boeing, die an autonom fliegenden Fahrzeugen arbeiten. Aber auch eine ganze Reihe von Start-ups. Manche fliegenden Autos werden in den nächsten fünf bis zehn Jahren Marktreife haben."
Nicolas Dittberner, Udacity-Universität

Neben vielen großen Firmen wie Uber und Airbus arbeiten nämlich auch Start-ups am fliegenden Auto oder einem Minijet, wie die Entwickler von Lilium bei München ihr neuartiges Fortbewegungsmittel nennen. Der Minijet startet senkrecht in die Luft, soll 300 km/h Spitzengeschwindigkeit erreichen und mit seinem elektrischen Antriebssystem 300 Kilometer weit fliegen können.

Minijet
© Lilium