Es gibt Grund zum Jubeln: Barbie ist in diesem Jahrtausend angekommen. Ihr könnt mit ihr sprechen, es gibt sie auch in klein, pummelig und kleinbusig - und jetzt wohnt sie auch noch in einem Smart Home. Ein vernetztes Barbie-Haus - endlich!

"Viel pink, viel bling bling, WLAN und eine dazu passende App."
Donya Farahani, DRadio Wissen Netzreporterin

Das Besondere ist die Sprachsteuerung. Das Haus reagiert auf Kommandos: "Hey Dreamhouse, lass Barbie mit dem Aufzug fahren!" Und der Aufzug fährt. Außerdem können die Barbie-Fans für verschiedene Lichtstimmungen sorgen, zum Beispiel in den Partymodus switchen - dann gibt es buntes Discolicht und der Kronleuchter dreht sich. Oder per Sprachsteuerung den Ofen anmachen. Das Ganze zeigt ein Video, was das Portal Mashable auf der Messe Toy Fair in New York aufgenommen hat.

Barbie-Siri

Die Sprachsteuerung soll ähnlich wie Siri funktionieren, der ganze Smart Home Standard ähnlich wie bei den Profis: Apples Home-Kit oder Amazons Echo. Das Barbie Haus kommt in den USA im Herbst auf den Markt und soll 300 Dollar kosten. Außerdem bekommt Barbie eine Drohne - ein fliegendes Hoverboard.

"Barbie sieht nicht nur besser aus als wir, Barbie lebt auch mittlerweile moderner als wir."
Donya Farahani

Barbie lebt Kindern die Zukunft vor. Vergangenes Jahr hat der Hersteller Mattel die sprechende Puppe "Hello Barbie" vorgestellt, mit der die Kids sprechen können. Die Puppe hat für sehr viel Aufsehen gesorgt - aus Datenschutzgründen: Die Puppe hat ein Mikrofon im Nacken und das nimmt alles auf, was das Kind sagt.

Barbie-Cloud

Die Daten werden dann über WLAN in die Cloud geschickt, wo die Antwort aus bestehenden Antworten ausgewählt wird. Was das Kind gesagt hat, speichert Barbie, um - so heißt es - seine Dienste zu verbessern, sagt Mattel. Aber auch, um den Eltern die Audio-Mitschnitte auf Wunsch zur Verfügung zu stellen.

"Abgesehen davon, dass Kinder auch eine Privatsphäre haben sollten, befürchten Datenschutzexperten, dass Kinder und damit auch ihre Eltern ausspioniert werden können."
Donya Farahani

Forscher haben wohl Schwachstellen entdeckt. Die App sei manipulierbar, die Daten für die Anmeldung der App vergleichsweise einfach auszulesen. Zum Beispiel dadurch, dass Passwörter unendlich oft eingegeben werden konnten. Mit den Anmeldedaten der Eltern, konnten dann die Sprachaufnahmen der Kinder abgegriffen werden. Der Hersteller habe aber wohl darauf reagiert und Sicherheitslücken geschlossen. Trotzdem: Die "Hello Barbie" hat den "Big Brother Award" des Datenschutzvereins Digital Courage bekommen.