Der schönste Teil am Einkaufen ist das Auspacken. Wenn es denn klappt. Näher kommt der Stadtmensch nicht an das Gefühl des Jagens heran, meint unser Autor Felix Schledde.

An der Folie geht die Lasche ab, die Chipstüte reißt zu weit auf und die Tube lässt sich nicht richtig ausquetschen. Die Liste ist lang und Beschwerden darüber unterschiedlich.

In vielen Verpackungen bleibt immer ein Rest zurück

Besonders ärgerlich wird es, wenn sie uns gar nicht an den Inhalt heranlassen. Bei Zahnpastatuben bleiben bis zu 14 Prozent in der Tube, bei Bodylotion sind es sogar bis zu 22 Prozent, so die Verbraucherzentrale Hamburg. Damit sind solche Verpackungen nicht nur ärgerlich, sondern teuer. 

"Ich würde den Verpackungsfirmen wirklich mal raten gerade mit älteren Menschen Verpackungen auf zu machen und sich mal anzugucken, wie schwierig das ist."

Es gibt aber nicht nur die Verpackungen, die sich schlecht öffnen lassen, sondern eben auch die, die ohne Hilfsmittel fast gar nicht zu öffnen und unsinnig groß sind. Kopfhörer, iPods und Kameras sind nicht selten in drei Lagen dickem Plastik verschweißt und verklebt. Relativ große Verpackungen sollen vor Diebstahl schützen. Damit sie nicht schnell ausgepackt in der Hosentasche verschwinden, ist das eben schwieriger.

"Um das Produkt im Laden vor einem Diebstahl zu sichern, wird es in eine relativ große Verpackung gesteckt."

Das Deutsche Verpackungsinstitut vergibt den deutschen Verpackungspreis. Seit 1963 sucht es nach innovativen Verpackungen. Grundsätzlich gilt, die Verpackung muss sich an den Konsumenten anpassen. Da an jedes Produkt andere Anforderungen gestellt werden, gibt es nicht die eine, optimale Verpackung.

"Ein Getränk, das fürs Auto gemacht ist, muss sich auch mit einer Hand öffnen lassen."