Nudeln nehmen viel Platz weg - beim Transport, im Supermarkt und in Verpackungen. Und: Sie machen häufig nur ein Drittel des Verpackungsinhaltes aus, der Rest ist Luft. MIT-Forscher entwickeln gerade eine platzsparendere Nudelart.

Diese neue Nudel kommt aus dem 3D-Drucker, und sie entfaltet sich erst in ihre richtige Nudelform, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommt. Die Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) drucken dafür Streifen aus Cellulose auf Gelantine und wählen dann ein Muster, in das sich die Nudelplatte später im Wasser verwandeln soll.

Kein herkömmlicher Pasta-Geschmack

Die platzsparenden Nudeln schmecken den Forschern zufolge ganz ok, kommen aber noch nicht an den Geschmack normaler Pasta ran. Daran wollen sie später noch arbeiten, zuerst stand bei ihnen die Textur der platzsparenden 3D-Nudeln auf dem Plan.

Pasta: Eine Herausforderungen für Logistiker

Bleibt die Frage, wozu wir überhaupt 3D-Nudeln brauchen, wenn es doch unzählige andere leckere Pastasorten gibt?

Der Grund ist kein kulinarischer, sondern ein logistischer: Die MIT-Forscher möchten Nudeln entwickeln, die weniger Verpackungsmüll verursachen. Hinzu kommt: Nehmen die Nudeln weniger Volumen ein, lassen sie sich leichter transportieren.

Lasagneplatten haben heute schon ein sehr gutes Gewicht-Volumen-Verhältnis. Bei Muschel- oder breiten Bandnudeln sieht das anders aus.

"Ich habe häufiger lange Transportwege, wo ich nicht möchte, dass ich zwei- oder dreimal fahren muss, sondern wenn möglich einmal. Und dann versuche ich, den LKW so voll wie möglich zu bekommen."
Michael Böhmer, Verpackungslogistiker