Einbruch, Diebstahl, Unfall. Alles ist versichert. Wir Deutschen sind eben so - und zahlen für das Abgesichertsein viel Geld. Mit einem neuen Konzept ist es jetzt möglich, einen Teil des Geldes am Ende des Jahres wieder zu bekommen. Es funktioniert über die Crowd und nennt sich Friendsurance.

Das Prinzip von Friendsurance ist einfach: Über die Plattform können wir uns mit anderen Menschen zusammenschließen. Jeder zahlt einen Teil in den gemeinsamen Versicherungstopf. Zum Beispiel für die Hausrats- oder die Haftpflichtversicherung. Bleibt man ohne Schaden, gibt es einen Teil des Geldes zurück.

"Das macht das ganze Konzept günstiger und effizienter, weil sich Leute in diesen Kleingruppen anders verhalten. Hier entsteht weniger Betrug."
Tim Kunde, Geschäftsführer von Friendsurance über das Prinzip

Kleine Schäden landen auf diese Weise gar nicht bei den Versicherungen sondern werden untereinander geregelt. So werden Bearbeitungskosten gespart, die an die Kunden zurückgegeben werden können. Auf der Startseite bei Friendsurance lautet die Beispielrechnung:

https://www.friendsurance.de/

Haken an der Sache ist nur: Wenn jemand aus der Crowd einen Schadensfall
hat, dann zahlen alle. Heißt: Am Ende des Jahres gibt es nichts oder nur wenig zurück. Das ist Carsten Lepper passiert. Er hatte selbst den Schaden. Ein bisschen unangenehm war es ihm schon. Aber…

"…auf der anderen Seite muss man sagen, es ist und bleibt ein Geschäft. Man hat eine Versicherung, die greift, wenn man einen Schaden hat und den man erstattet bekommen kann und möchte."
Carsten Lepper über seine Erfahrungen mit Friendsurance

Friendsurance besinnt sich auf die Grundidee des Versicherns: Auf das Gruppenprinzip. Die Plattform kassiert eine Provision, aber gerade in der Generation der sogenannten Digital Natives kommt sie gut an. 60 Versicherungsunternehmen arbeiten mit Friendsurance zusammen. Verbraucherschützer finden: zu wenig.