Christin Kunze beobachtet Vögel. Ganz alleine - auf der Vogelschutzinsel Trischen im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Sieben Monate lang.

Die Vogelschutzinsel Trischen liegt nördlich der Elbmündung, ist rund 180 Hektar groß und hat eine Art Halbmondform, erzählt Christin Kunze. Die Insel ist vor allem flach und besteht hauptsächlich aus Salzwiesen und Dünen, erklärt die studierte Landschaftsökologin. Mittendrin steht ihre Vogelwärterhütte, wo sie seit wenigen Tagen lebt. Zwei Stunde braucht sie, um einmal um die Insel zu laufen. Und dabei begegnet sie niemandem, denn sie ist mutterseelenallein auf der Insel.

"Ich stehe mit dem Sonnenaufgang auf, um den Vogelzug zu beobachten. Das ist die erste Aufgabe des Tages."
Christin Kunze, Vogelwartin

Sieben Monate lang wird die 27-Jährige nur samstags Axel Rohwedder sehen, der sie mit dem wichtigsten auf der Insel versorgt. Ganz abgeschnitten ist Christin von der Außenwelt nicht, das Netz würde sehr gut funktionieren, sagt sie. Als Vogelwartin ist ihre Aufgabe in den nächsten Monaten, die Brut- und Gastvögel zu dokumentieren, das Watt zu kartieren und zahlreiche Vögel zu fotografieren.

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