Aktiv werden, statt nur zusehen: Volt versteht sich als aktive, paneuropäische Partei. Ihre Mitglieder kommen aus den 28 Mitgliedsstaaten der EU. In acht europäischen Ländern tritt Volt mit einem gemeinsamen Wahl-Programm am 26. Mai zur Europawahl an. Wir sprechen mit Damian Boeselager, einem der beiden Spitzenkandidaten.

Grafik zur Europawahl

Europa bedeutet für ihn Hoffnung, sagt Damian Boeselager, Gründungsmitglied und Spitzenkandidat bei Volt. Er hofft auf die Möglichkeit, einen europäischen Staat zu bauen, der in der Lage ist, "die großen Probleme unserer Zeit zu lösen". Dabei denke er an Themen wir Klimawandel, Migration, Asyl, Steuer oder Gerechtigkeit.

14 Länder, ein Programm

Circa 30.000 Unterstützer habe Volt derzeit in Europa, berichtet Damian Boeselager, in 14 Ländern sei man eine eingetragene Partei, in acht Ländern trete man zur Europawahl an.

"Wir versuchen die klassischen Parteien dazu zu drängen, eine Vision für 2050 zu entwickeln."
Damian Boeselager, Volt-Spitzenkandidat zur Europawahl
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Bei Volt engagieren sich viele Leute, die in den 80ern und 90ern geboren sind. Sie wuchsen auf in einem geeinten und friedlichen Europa, dessen Werte sie nun verteidigen wollen, gegen Populisten und Spalter. Entstanden ist die Partei erst vor wenigen Jahren. Heute wollen die Mitglieder bei Volt Probleme schnell und gemeinsam angehen. "Wir stehen beispielsweise für eine CO2-Steuer", sagt Damian Boeselager, "damit wir eine Energiewende in ganz Europa durchführen können." Auch wirtschaftspolitische Vorstellungen hat Volt in einer Deklaration ausformuliert. Unter anderem fordere man einen Mindeststeuersatz von 15 Prozent bei der Körperschaftssteuer in ganz Europa, "damit die großen Unternehmen auch ihren Beitrag" leisteten.

"Wir brauchen eine kohärente Politik, die tatsächlich europäisch denkt."
Damian Boeselager, Volt-Spitzenkandidat zur Europawahl

Die Klimafrage könne in Europa nur gemeinsam gelöst werden, meint Damian Boeselager, darum sei der paneuropäische Ansatz der Partei richtig. Diese Idee komme erstaunlicher Weise auch bei manchen Europaskeptikern gut an. Gleichwohl gebe es aber auch Probleme, die man "viel besser lokal lösen kann oder auch regional oder national."

Richtungswahl in Europa

Damian Boeselager hält diese Europawahl für besonders wichtig, weil sie eine Art Richtungswahl sei: "Weil sich bei dieser Wahl entscheiden wird, ob wir wieder zurück ins Nationale rutschen, ob das europäische Parlament immer mehr von Populisten und Rechtspopulisten eingenommen wird, oder ob wir es schaffen, tatsächlich eine pro-europäische Alternative anzubieten."