Namen wie Marie, Sebastian oder Kathrin sind in der Regel kein Problem. Aber bei Lakshmibai oder Cendikiawan sieht das schon ganz anders aus.

In den USA ist jetzt eine Kampagne gestartet, die Lehrer dazu ermutigen will, sich auch mit schweren Kindernamen auseinanderzusetzen. Unter dem Titel My Name, My Identitiy - also mein Name, meine Identität - soll die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, dass Kinder aus anderen Kulturen in den USA oft amerikanisierte Vornamen oder Spitznamen zugewiesen bekommen, ohne dass sie das wollen.

Eine Frage des Respekts

Mikroagressionen nennt Erziehungswissenschaftlerin Rita Kohli diese kurzen Momente im Leben von Kindern, die dazu führen, dass Kinder weniger Lust auf die Schule haben. Sie erklärt auf der Seite von Quartz, das Namen eine unglaublich große Bedeutung für Familien haben.

"In der Grundschule war meine Vertretungslehrerin derart überfordert mit meinem Namen, dass sie so ehrlich seufzend meinte: 'Schade, dass du nicht Johanna heißt!'"
Jomana

Vornamen werden wohl überlegt gewählt und spiegeln kulturelle Wurzeln wieder. Sich die Mühe zu machen, einen Namen richtig auszusprechen, sei daher ein Zeichen von Respekt den Kindern und ihren Familien gegenüber.