Das Geld für ein Haus haben die wenigsten einfach irgendwo rumliegen. Die meisten müssen Schulden machen, um sich den Traum vom Wohneigentum leisten zu können. Das will wohl überlegt sein. Ein Finanzberater hilft dabei.

Ohne Eigenkapital läuft nichts. Mindestens ein Fünftel des Kaufpreises sollte also schon verfügbar sein, sonst wird es schwierig ein Darlehen von einer Bank zu erhalten, sagt Tobias Ahr, Berater für Immobilienfinanzierung. Bei ihm landen vor allem Menschen, die erst mal überprüfen wollen, ob sie es sich überhaupt leisten können, nicht mehr Mieter zu sein, sondern Eigentümer zu werden. Konkrete Objekte haben diese Kunden meist noch nicht im Auge. Schließlich muss er erst mal klären: wie viel Kapital steht eigentlich zur Verfügung und was kann sich der Kunde dafür überhaupt leisten?

"Im Optimalfall hast du mindestens 30 Prozent der Gesamtkosten (Kaufpreis plus Nebenkosten) bereits als Eigenkapital"
sagt Tobias Ahr, Finanzberater

In die Zukunft planen

Für ein Drittel seiner Kunden ist nach dieser Erstberatung klar: das wird wohl nichts, das kann ich mir nicht leisten. Oft vor allem deshalb, weil die Zukunftsplanung zu ungewiss oder noch nicht abgeschlossen ist. Schließlich kann es einige Jahre dauern, bis die Schulden bei der Bank getilgt sind. Wer keinen sicheren Job hat oder nicht weiß, wie es zum Beispiel weitergeht, wenn Kinder ins Spiel kommen, der lässt lieber die Finger vom Kaufen - auch wenn viele bei dieser Einsicht schwer schlucken müssen.

Entscheidet sich ein Kunde für den nächsten Schritt, erstellt Tobias Ahr ein Finanzkonzept. Er klärt ab, wie die Finanzstruktur ist. Gibt es zum Beispiel Bausparverträge, können Fördermittel beantragt werden oder gibt es Möglichkeiten, günstig an Kredite zu kommen. Außerdem listet er die Kosten auf, die mit dem Hauskauf verbunden sind. Zum Beispiel muss eventuell ein Makler bezahlt werden, es wird eine Grunderwerbssteuer fällig und auch ein Notar und ein Gutachter müssen bezahlt werden.