Viren können eigentlich nichts – und richten doch so viel Schaden an. Ihr Trick: Sie machen ihre Wirtszellen zu Viren-Kopiermaschinen.

Es geht in diesem Text auch um das neuartige Coronavirus – aber nicht nur. Wir wollen hier generell klären, was ein Virus eigentlich ist. Denn es wird derzeit viel darüber geredet, leider auch viel Falsches.

Erstens: Viren sind klein. So klein, dass wir sie unter einem Lichtmikroskop nicht sehen können, wir brauchen dafür ein Elektronenmikroskop. Wer sich darin ein Coronavirus anschaut, sieht eine Art kleine Kugel mit vielen Stacheln. Daher auch der Name: Corona – das lateinische Wort für Krone.

Das Coronavirus gehört mit 60 bis 140 Nanometern schon zu den größeren Viren. 100 Nanometer sind ein Zehntausendstel Millimeter.

Viren fressen und atmen nicht

Etwas kurios erscheint, dass Viren nicht leben, obwohl sie Menschen schwer krank machen können. Viren haben keinen Stoffwechsel, sie fressen nicht und sie atmen nicht. Auch können sie sich nicht alleine vermehren. Sie brauchen Lebewesen als Wirte, ohne sie können Viren nichts ausrichten.

Ein Virus ist minimalistisch aufgebaut: Es besteht aus einer Eiweißhülle, darin befindet sich Erbgut, also genetische Informationen – manchmal in Form von DNA, manchmal RNA. RNA sieht etwas anders aus als DNA, funktioniert in Sachen Erbgutinformation aber prinzipiell gleich.

Sowohl Grippe- als auch Coronaviren enthalten RNA.

"Viren sind Puristen. Sie beschränken sich aufs Wesentliche."
Anne Preger, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Was passiert nun, wenn sich ein Virus zum Beispiel in einer menschlichen Körperzelle einnistet? Dann wirft eine Art Kopierfabrik ihre Maschine an. Die Viren-RNA enthält unter anderem Baupläne für die Viren-Eiweißhülle inklusive der Strukturen auf der Oberfläche, die den Viruskopien helfen, wiederum andere Körperzellen zu kapern. Die Körperzelle wird irgendwann von den Viren gesprengt, weil sie durch die Kopiervorgänge so viele geworden sind.

Zerstören lassen sich die Viren im menschlichen Körper quasi nicht. Generell geht das aber schon: Durch Hitze, UV-Licht und bestimmte Chemikalien.

Tipps, um sich vor einer Infektion zu schützen

Um sich vor Viren wie Corona, vor Influenza oder Magen-Darm-Krankheiten zu schützen, gelten die üblichen Hygieneregeln:

  • regelmäßig für mindestens 20 Sekunden lang die Hände waschen
  • in die Armbeuge oder in ein Taschentuch husten oder niesen
  • gebrauchte Taschentücher in einen Mülleimer mit Deckel entsorgen
  • mindestens ein bis zwei Meter Abstand zu erkrankten Personen halten
  • sich bei Krankheitssymptomen von anderen Menschen fernhalten, nicht zur Arbeit gehen zum Beispiel