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Das hyperlokale Vorzeigeprojekt "Prenzlauer Berg Nachrichten" kämpft um sein Überleben. Will niemand für lokalen Journalismus im Netz bezahlen?

"Es ist eine Ironie. Das Internet und das Social Web sollten es jedem ermöglichen eine eigenständige Medieneinheit zu werden, aber niemand hat dabei erklärt, wie man davon leben kann." Mit diesen Worten kommentierte in dieser Woche der Techjournalist Mathew Ingram den Kauf des Fachmagazins Recode durch Vox Media, dem Medienhaus hinter The Verge". Gerade kleine Medienmarken könnten nicht überleben.

Das Ende der Prenzlauer Berg Nachrichten?

Genau die gleiche Frage wird in dieser Woche in Deutschland rund um unabhängige lokale Online-Angebote geführt. Wenn sich bis Freitag nicht 750 Unterstützer für "Prenzlauer Berg Nachrichten" finden, will das hyperlokale Vorzeigeprojekt offline gehen. Noch ist das Ziel nicht geschafft DRadio-Wissen-Netzautor Andreas Noll schätzte in dieser Woche in Schaum oder Haase die Kampagne so ein: "Solche Erpressungen im Netz können ganz gut funktionieren." Was bewegt die Redaktion von Prenzlauer Berg Nachrichten zu diesem drastischen Schritt? Juliane Wiedemeier hat ihre Gedanken in ihrem Blog veröffentlicht und berichtet auch im Interview mit Daniel Fiene und Herrn Pähler.

Während einige den hyperlokalen Online-Journalismus schon abgeschrieben haben, schlägt Hardy Prothmann zur Gegenargumentation aus. Die These des Betreibes von Rhein Neckar Blog: Nachbarschaftlicher Journalismus hat die beste Zukunft. Wie die finanziert werden´und aussehen kann, erklärt Prothmann in dieser Sendung.

Hyperlokale Webprojekte in den USA

Dazu ein Blick über den Tellerrand: Die USA gelten als Vorreiter, was hyperlokale Webprojekte angeht. Wie US-Westküstenkorrespondentin Ulrike Langer gibt Einblicke in aktuelle Trends und über die Probleme, mit denen sich die US-Journalisten auseinandersetzen müssen.