Viva con Agua ist eine Gemeinschaft, die über verschiedene Aktionen Geld für Wasserprojekte der Welthungerhilfe sammelt. Zum Beispiel mit dem Verkauf von Wasser in Bars und Kneipen.

Als Benni Adrion 2005 aus dem Trainingslager auf Kuba zurückkam, war für ihn klar, dass er etwas tun möchte. Damals war Benni Adrion noch Spieler beim FC St. Pauli. Ihn haben vor allem die hygienischen Zustände vor Ort nachdenklich gestimmt. Kein Jahr später hat er den Verein Viva con Agua de St. Pauli gegründet. Zusammen mit der Welthungerhilfe engagiert sich der Verein für Projekte, die Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Spenden sammeln beim Festivalbesuch

Inzwischen ist Viva con Agua (VcA) nicht einfach nur ein Verein, der regelmäßig Spenden organisiert. VcA ist ein Netzwerk. Viele Menschen schließen sich diesem Netzwerk an und sammeln zum Beispiel ehrenamtlich Pfandbecher auf Konzerten und Festivals ein. Das Becherpfand wird dann in Spenden für VcA umgemünzt.

Seit 2010 vertreibt VcA außerdem ein eigenes Quellwasser. In Bars, Kneipen und ausgewählten Shops kann jeder das Wasser von VcA kaufen und gleichzeitig dafür sorgen, dass auch andere Menschen Zugang zu sauberem Wasser haben. Zum Beispiel in Äthiopien, Uganda, Nepal oder Indien. Inzwischen unterstützen über 7000 Menschen in 40 europäischen Städten VcA bei ihren Spendensammelaktionen.

"In Kenia saßen wir zusammen mit einem Dorfältesten, der Vorschlag, könnt ihr uns nicht mal eine Solaranlage für unsere Wasserpumpe bauen. Das Spannendste ist, dass wir mit diesen Menschen in Kommunikation treten."
Claudia Gersdorf ist bei Viva con Agua für die Unternehmenskommunikation zuständig

Aber Viva con Agua gibt sich nicht nur damit zufrieden, Spenden zu sammeln. VcA ist regelmäßig vor Ort, überprüft wie die Projekte laufen und spricht mit den Menschen dort. Außerdem werden regelmäßig Musiker und Sportler in die Projektländer eingeladen, um auch für kulturellen Austausch zu sorgen.