Tendenziell steht an Weihnachten mehr Essen auf dem Tisch, als wir vertilgen können. Und nun? Jetzt ist der Kühlschrank voll mit Resten. Unser Kollege Christian Schmitt kocht nicht nur gerne, sondern hat auch viele Ideen, wie wir Kartoffelsalat, den Raclette-Käse oder die Bratenreste noch einmal in ein neues leckeres Gericht verwandeln können.

In Deutschland ist an Weihnachten Kartoffelsalat mit Würstchen sehr beliebt. Auch Braten oder Gans stehen laut Statista weit oben auf der Festmahl-Liste. Gefolgt von Raclette, bei dem Käse über Gemüse zerschmolzen wird.

"Aufpassen muss man sehr mit dem Fleisch. Denn Fleisch sollte nicht mehr als 20 Minuten außerhalb des Kühlschranks sein."
Christian Schmitt, Deutschlandfunk Nova

Wer noch Fleischreste vom Fondue übrig hat, sollte vorsichtig damit sein. Denn rohes Fleisch sollte idealerweise nicht länger als 20 Minuten außerhalb des Kühlschranks stehen. Wenn also der Fleischteller den ganzen Abend neben dem heißen Fonduetopf auf dem Tisch stand, wäre hier von einer Resteverwertung eher abgeraten. Für Knödel, Gebratenes, Beilagen- oder Käsereste gibt es hingegen noch vielfältige Verwendungsmöglichkeiten.

Käse- und Kartoffelreste: Gourmetpüree "Aligot"

Ein herzhaftes Käse-Kartoffelpüree lässt sich aus Kartoffel- und Käseresten, die vom weihnachtlichen Raclette übrig geblieben sind, zaubern. Dafür könnt ihr die Kartoffeln in einen Topf geben, Sahne und Butter hinzufügen, alles leicht erhitzen und mit einem Kartoffelstampfer zu einem Brei verarbeiten. Abschließend noch viel Raclettekäse reiben und untermengen, bis das Ganze eine "zähe, käsige Konsistenz hat", empfiehlt unser Deutschlandfunk-Nova-Resteverwerter Christian Schmitt. Die Franzosen haben es vorgemacht und nennen es "Aligot".

Vegetarisches Burgerpatty aus Kartoffelresten und Käse

Wenn ihr Kartoffeln übrig habt, könnt ihr alternativ auch vegetarische Kartoffel-Raclette-Pattys daraus herstellen. Christian Schmitt gibt noch ein Ei und ein wenig Mehl hinzu, die der Mischung Halt geben und sie zu einem formbaren Teig werden lassen. Diesen Teig könnt ihr dann zu Pattys formen und in einer Pfanne ausbacken. Das fertige Patty legt ihr mit Gurken, Zwiebeln und Ketchup garniert zwischen zwei Brötchenhälften. Fertig.

Geflügelsandwich und gebratene Knödelscheiben

Wer zu Weihnachten einen Braten hatte, kann das übrig gebliebene Fleisch – genauso wie die vegane Alternative – samt Bratensoße und Gemüse auf Baguettehälften geben und es als Sandwich verzehren.

Knödel lassen sich hingegen bestens in Scheiben schneiden und in der Pfanne anbraten. Auf einem knackigen Salat angerichtet, wird das Ganze zu einer frischen und sättigenden Mahlzeit.

Ist der Kartoffelsalat samt Dressing noch frisch genug, empfiehlt Christian auch daraus ein Kartoffelpüree herzustellen. Mit einem Löffel könnt ihr den Brei in eine hübsche Form bringen und nach Lust und Laune mit anderen übrig gebliebenen Zutaten garnieren.

  • Moderation:  Till Haase
  • Gesprächspartner:  Christian Schmitt, Deutschlandfunk-Nova