Frühlingshafte Temperaturen ließen die Weinreben längst sprießen. Das kalte Wetter setzt den ersten Trieben jetzt aber ordentlich zu. Hubschrauber sorgen für warme Luft.

Winzer in Baden-Württemberg haben jetzt eine besondere Methode ausprobiert Wein gegen Frost zu schützen. Dabei fliegen in ungefähr 15 Metern Höhe Hubschraubern über die Weinberge. Wenn über der kalten Luftschicht eine warme liegt, durchmischen sie die Hubschrauber mit ihren Rotoren. Dadurch wird es in der Nähe des Bodens wärmer.

"40.000 Euro kosten die Einsätze mit den Hubschraubern. Das zahlen zur Hälfte die Winzer und zur Hälfte das Land. Aber wenn die Reben erfrieren, entsteht auch ein riesiger Schaden, deswegen könnte es sich schon lohnen."
Jenny Rieger, DRadio Wissen

Einige Winzer stellen auch Frostkerzen zwischen den Rebstöcken auf, andere zünden Feuer an. In Sachsen, der Pfalz und Hessen wird das gerade praktiziert und soll die Temperatur um ein bis zwei Grad anheben. Das Problem ist die Menge an Frostkerzen oder Feuer, die nötig sind, um das flächendeckend durchzuziehen.

Die Triebe der Weinreben erfrieren ab minus eins, bis minus zwei Grad. Ein bisschen zusätzliche Wärme könnte die Weinlese also retten. 

In eher kalten Regionen hatten die Weinreben noch gar nicht angefangen, neue Triebe zu bilden. Deswegen wird ihnen der Frost auch nicht allzu sehr schaden. Für die Sprösslinge kommt es darauf an, wie kalt die nächsten Nächte werden. Die Winzer sind ziemlich besorgt.