Die Weltklimakonferenz geht in die zweite und entscheidende Woche. Unser Korrespondent ist optimistisch, dass sich die Weltgemeinschaft einigen kann, um die Klimakrise einzudämmen.

Seit dem 1. November findet die UN-Klimakonferenz in Glasgow statt. Dort wird um den Klimaschutz gerungen. Es ist bereits die 26. Konferenz, um die Klimakrise einzudämmen.

Was kann die Klimakonferenz bringen?

Georg Ehring aus der Deutschlandfunk-Umweltredaktion ist bei der Konferenz dabei. Und er ist optimistisch, dass die COP26 ( die 26. "Conference of the Parties") was bringen kann. "Die Stimmung ist positiv", sagt Georg Ehring. "Weil es viele Ankündigungen gegeben hat, ist die Hoffnung da, dass in puncto CO2-Ausstoß jetzt eine Wende kommt." Denn in der ersten Woche gab es einiges an Initiativen und Anstößen:

  • 190 Staaten, Institutionen und auch Regionen haben sich auf den Ausstieg aus der Kohle verständigt. Industrieländer wollen bis 2030 die Kohleverstromung beenden und Entwicklungsländer bis 2040.
  • Es gab auch eine Initiative zum Ausstieg aus der internationalen Finanzierung von Öl und Gas, so Georg Ehring.
  • Ebenso kam eine Initiative zur Verringerung des Methan-Ausstoßes zustande. "Methan ist ein wichtiges Treibhausgas", sagt Georg Ehring.
  • Weitere Initiativen zum Waldschutz und Umbau der Landwirtschaft wurden am Rand der Konferenz auf die Beine gestellt.

Die erste Woche in Glasgow war also voller Ankündigungen. "Ihnen ist allerdings gemeinsam, dass es sehr schwer zu sagen ist, wie viel sie in Tonnen CO2 bringen," sagt Georg Ehring. Wenn alles umgesetzt wird, dann könnte der Anstieg der Temperatur wohl auf unter zwei Grad Celsius begrenzt werden. Aber eben nur wenn die Ankündigungen auch realisiert werden. "Bisher weiß man noch ganz wenig, wie das umgesetzt werden soll", sagt Georg Ehring.

"Aber das 'Wenn alles umgesetzt wird' ist ein großer Haken."
Georg Ehring, Dlf-Umweltredaktion

In der ersten Woche gab es aber auch Frust und Ärger. Vor allem beim Thema Finanzen: "Die Entwicklungsländer haben pro Jahr 100 Milliarden Dollar zugesagt bekommen, um sie bei der Anpassung an den Klimawandel und beim Klimaschutz zu unterstützen", sagt Georg Ehring. Das Geld ist jedoch nicht da. Die Entwicklungsländer werfen den Industrieländern vor, Verträge zu brechen.

Es zählt das Abschlussdokument

In der zweiten Woche der Klimakonferenz müssen nun die strittigen Themen gelöst werden von den Ministern und Ministerinnen der vielen Staaten, die in Glasgow dabei sind. Die Ankündigungen und Vereinbarungen der ersten Woche müssen in das Abschlussdokument überführt werden. In diesem Dokument wird auch präzisiert, wie genau die Verringerung von CO2 gemessen wird.

Viel diskutiert wurde, dass die Staatschefs Chinas und Russlands zu Beginn der Konferenz nicht dabei waren. Aber beide Länder sind durchaus vertreten. Das heißt, in Glasgow ist die Weltgemeinschaft anwesend. Und in der ersten Woche wurden recht große Schritte gemacht, so Georg Ehring. "Das lässt hoffen, dass es eine starke Abschlusserklärung gibt."

Sonst bleibt es bei "blah, blah, blah". Nicht nur in Glasgow gab es Demonstrationen. Denn die Befürchtung ist, dass die Konferenz ohne echte Erfolge endet und es bei Ankündigungen bleibt.