Schon 2015 war im Durchschnitt ein sehr heißes Jahr weltweit. Es wurde aber noch übertroffen von 2016, das von Anfang an auf Rekordkurs war. In Deutschland hatte man eher das Gefühl, dass es oft geregnet hat.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es Wetteraufzeichnungen. Wetterentwicklungen können dadurch anhand von Statistiken dokumentiert werden. Das erleichtert es auch, Prognosen zu machen. Forscher gehen davon aus, dass es auf der Erde inzwischen so warm ist, wie seit 120.000 Jahren nicht mehr.

Die Weltwetterorganisation kommt zum Schluss, dass 2016 1,2 Grad Celsius wärmer war, als vor Beginn der Industrialisierung. Weltweite Auswertungen der US-Klimabehörde NOAA für Januar bis November zeigen: Im Durchschnitt liegt die Temperatur über den Land- und Ozeanflächen bei knapp 15 Grad Celsius.

El Niño ließ die Temperaturen auch steigen

Übersetzt bedeutet El Niño das Christkind. Peruanische Fischer hatten das Wetterphänomen so genannt, weil es um Weihnachten herum auftritt und die Fischschwärme wegbleiben lässt. Das Phänomen kommt alle paar Jahre vor und wirbelt Meeresströme und das Wetter durcheinander.

Das hatte 2015 angefangen und da auch schon zum Temperaturhoch beigetragen. Dabei sind auch tropische Gewässer sehr warm geworden und das hat im Frühjahr 2016 in vielen Gewässern die Korallen regelrecht gekocht und absterben lassen - zum Beisiel am Great Barrier Riff in Australien.

Statisch gesehen deutlich trockener in Deutschland

Auch in Deutschland war es deutlich wärmer, als das langjährigen Mittel seit 1960. Im Schnitt hat die Temperatur bei 9,6 Grad Celsius gelegen - der deutsche Wetterdienst finalisiert die Daten noch bis zum Ende des Jahres.

Obwohl es immer wieder Berichte über schlimme Sturzfluten und Überschwemmungen im Landkreis Rottal-Inn und anderswo in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gegeben hat - fiel das Jahr statistisch gesehen bei Niederschlag und Sonnenscheindauer durchschnittlich aus.

2017 bleibt durchschnittlich gesehen wohl warm

Nach dem Wetterphämomen El Niño kommt meistens La Niña - so ist das in diesem Jahr auch - es kühlt gerade schon das Oberflächenwasser im Ostpazifik ab und kann regional für kühlere Temperaturen sorgen.

Trotzdem geht der Britische Wetterdienst davon aus, dass 2017 wieder sehr warm wird. Möglicherweise das das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wird, nach 2016 und 2015.