Weil Whatsapp dabei ist, automatische Nutzersperren für Spam und Kettenbriefe einzuführen, könnten eure Neujahrsgrüße in der Silvesternacht blockiert werden.

Der Zeiger nähert sich der Zwölf, das Sektglas steht parat, die Böller sind startklar - genauso wie die Neujahrsgrüße an alle Freunde und Verwandten. Alles knallt und jubelt, bloß die Neujahrsgrüße bleiben hängen.

Das könnte euch heute Nacht passieren und nicht deshalb, weil so viele Menschen dieselbe Idee haben in der Silvesternacht und der Instant-Messaging-Dienst Whatsapp eventuell überlastet wäre. Der Grund könnte in der Nutzersperre liegen, den Whatsapp derzeit in sein System einbaut, um Spam und Kettenbriefe zu unterbinden.

"Das ist das Problem: Die Software kann hier offenbar nicht unterscheiden, dass es Weihnachten oder auch Silvester völlig normal sein kann, eine gleichlautende Nachricht an viele Empfänger zu schicken."
Andreas Noll, Netzautor

Die Software, die Whatsapp für die Nutzersperre verwendet, erkennt, wenn gleichlautende Nachrichten an viele Empfänger geschickt werden. Ob es sich dabei um Spam oder Neujahrsgrüße handelt, kann die Software allerdings nicht unterscheiden. Außerdem erkennt die Software, wenn Nachrichten von einem Absender empfangen werden, der nicht im eigenen Adressbuch steht - ein typisches Kettenbrief- und Spam-Merkmal.

"Es gibt noch keine Berichte über massenweise Sperren im Netz."
Andreas Noll, Netzautor

Ob es tatsächlich zu Nachrichtenproblemen mit Whatsapp in der Silvesternacht kommt, ist nicht sicher. Wer aber sichergehen will, dass seine Neujahrsgrüße versendet werden, der kann die Broadcast-Funktion nutzen, die über das Menü ausgewählt wird. Mit dieser Funktion können alle Kontakte aus dem eigenen Telefonbuch gefahrlos angeschrieben werden.

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