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Die Entscheidung ist gefallen: Die Olympischen Spiele in Tokio werden ohne Zuschauer stattfinden - wegen Corona. Was sie von Olympia in Corona-Zeiten hält und mit welchem Gefühl sie nach Japan fliegt, erzählt Kugelstoßerin Christina Schwanitz.

2020 mussten die Olympischen Spielen in Tokio auf 2021 verschoben werden. Daran haben die Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) trotz Kritik auch von der Bevölkerung in Japan festgehalten. Vor Wochen hat sich abgezeichnet: Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Ausland werden womöglich nicht einreisen können, nur noch die inländische Bevölkerung dürfe ins Stadion. Nun steht fest: Alle Zuschauer müssen draußen bleiben. Der Grund: die hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen. Darüber hinaus hat die japanische Regierung den Notstand für die Hauptstadt verhängt.

Motivation trotz wechselnder Bedingungen aufrecht erhalten

Angesichts des gesundheitlichen Risikos hat der australische Tennisspieler Nick Kyrgios seine Teilnahme bei Olympia bereits abgesagt. Aus dem deutschen Team gibt es Verständnis für die Entscheidung. Bislang planen alle, die sich qualifiziert haben, nach Tokyo zu fliegen. So auch Kugelstoßerin Christina Schwanitz.

"Wer weiß, vielleicht wird es so sein, dass wir Sportler uns im Wettkampf gegenseitig anfeuern können, auch wenn das von den Regeln her nicht erlaubt ist."
Christina Schwanitz, Kugelstoßerin

Sportler hängen von Entscheidungen des IOC ab

Allerdings, erzählt sie, sei sie schon lange dafür gewesen, die Olympiade komplett abzusagen und direkt die für 2024 geplanten Spiele in Paris in den Blick zu nehmen. "Bis dahin", meint die Kugelstoßerin, "hätten wir uns alle an Corona gewöhnt, wüssten, wie man mit dem Virus umgeht und wären wesentlich entspannter in die Wettkampfsituation gegangen." Doch das Leben, resümiert sie, ist kein Wunschkonzert. Daher heißt es für sie Ende Juli: auf nach Tokyo.

"Ganz viele von uns sind schon geimpft, wie werden ständig getestet, also noch mehr Kontrolle geht eigentlich gar nicht."
Christina Schwanitz, Kugelstoßerin

Im Gepäck: Motivation statt Angst

Was sie definitiv nicht mit nach Japan nehmen will, ist die Angst, sich anzustecken. Denn auch wenn der Wettkampf unter anderen Bedingungen stattfinden wird als jemals zuvor in der Geschichte der Olympischen Spiele, sagt Christina Schwanitz: "Ich bin hoch motiviert und freue mich auf den Wettkampf."