Ängste überwinden, Grenzen ausloten, einfach mal etwas wagen. Am besten ein Leben lang. Das rät Wagnisforscher Siegbert Warwitz. Er selbst ist Gleitschirmflieger und Kletterer. Für ihn sind Wagnis und Risiko also nicht nur bloße Theorie.

"Wer sich nicht für für eine Sache einsetzen kann, wer die Bequemlichkeit huldigt, wer vielleicht Ängste auslebt, der lebt ein verkürztes Leben."

Wenn wir etwas wagen, dann haben wir die Chance unsere Lebensqualität zu erhöhen. Durch neue Erfahrungen und neue Erkenntnisse. Dabei geht es gar nicht darum, große Risiken einzugehen. Für viele Menschen kann es schon ein Wagnis sein, einfach aus ihrer täglichen Routine auszubrechen und etwas Neues auszuprobieren. Die Belohnung: neue Lebensräume, mehr Selbstbewusstsein und Glücksgefühle.

Wagnis kann man lernen

Der Weg zum Wagnis sind die kleinen Schritte. Wer Angst hat, vom Dreimeter-Brett zu springen, sollte erst mal vom Beckenrand hüpfen, dann vielleicht vom Startblock, vom Einer - und wenn das dann irgendwann zu langweilig wird dann ist der Dreier dran. Klingt zwar nicht nach Nervenkitzel, aber für manche Menschen ist die Überwindung bis dahin schon so groß, dass sie trotzdem stolz und glücklich sind, wenn sie es endlich geschafft haben.