Jeder kann sein eigener Musikproduzent sein - das Equipment für Musik wird immer günstiger und wir können nebenbei in der Bahn mit dem Smartphone an Musik basteln. Das hat unsere Reporterin Anna Neifer ausprobiert und drei Musik-Apps getestet, die alle unterschiedlich funktionieren. 

Zu einer ganzen Reihe von Apps gibt es Tutorials, sodass User nicht nur die App verstehen, sondern auch, wie ein Song aufgebaut ist. Erst ein Beat mit Rhythmus, dann noch mehr Instrumente, die Klang dazugeben Aber das funktioniert bei jeder App etwas anders. 

App Nummer eins: "Music Maker Jam"

Reporterin Anna hat "Music Maker Jam“ von Magix gut gefallen. Diese App gibt es für Apple und Android-Smartphones und sie ist kostenlos. Im Querformat sind acht Spuren zu sehen und darüber ist die Lautstärke zu regeln. Das entspricht einer ganz klassischen Ansicht von einem Mixer und auch Loops können so produziert werden. Das Tutorial zeigt, wie sich Instrumente auf die Spuren legen lassen. Genauso wie Drums, die den Rhythmus vorgeben. Dann gibt es noch Gitarren oder eine Orgel. Anna entscheidet sich für ein verzerrtes Piano. Außerdem kann sie einen zusätzlichen Beat dazunehmen. 

Screenshot der App Musik Maler
© Deutschlandfunk Nova | Anna Neifer
Screenshot der App Musik Maker

Das war die erste Lektion auf dem Weg zum eigenen Stück und nun gibt es eine Belohnung: 50 Music-Maker-Beatcoins. Mit den gesammelten Coins kann Anna sich dann neue Musikstile freischalten lassen und bekommt Zugriff auf mehr Instrumente oder andere Rhythmen.

In der App sind viele Dinge bereits vorbereitet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, über ein Mikrofon eigene Instrumente aufnehmen oder etwas zu singen. Eine weitere gute Sache ist die Community. Andere User stellen ihre Tracks ein, die als Inspiration dienen können. 

App Nummer zwei: "Fluxpad"

Diese App sieht stylisch aus, wie eine Art schwarzes Notenblatt, mit weißen Linien und darunter sechs bunte Stiftsymbole. Dahinter liegen dann die Instrumente. Mit dem Finger werden auf dem Bildschirm Punkte und Striche gezeichnet und so entstehen die Songs. Ziemlich abgefahrene Songs, wie Anna findet. Hinter der App steckt die Band Mouse on Mars, die sich mit schrägen elektronischen Sounds einen Namen gemacht hat. Macher sind Jan Stephan Werner und Andi Toma. 

Mouse on Mars mit ihrer App
© Deutschlandfunk Nova | Anna Neifer
Andi Toma (links) und Jan Stephan Werner von Mouse on Mars

Die Idee kam ihnen schon vor neun Jahren, allerdings waren die Rechner damals nicht schnell genug. Erst seit der Einführung des iPads funktionierte die Idee und die Musiker haben dann einen Programmierer beauftragt, der für sie die App entwickelt hat. Kostenpunkt für die User: neun Euro. Derzeit ist die App nur für Apple-Geräte erhältlich.

App Nummer drei: "Beat Maker Go"

Beim Beat Maker Go stehen 16 blaue Tasten zur Verfügung, die alle schon mit Sounds belegt sind. Auch hier gibt es ein Tutorial, das zeigt, wie ein Loop aufzunehmen ist. Dafür wird einfach die Aufnahme gestartet und dann die Sounds per Taste auf dem Pad gedrückt. Der Loop spielt weiter und man kann noch mehr Töne drüberlegen. Reporterin Anna hat bei dieser App allerdings gestört, dass die kostenlose Version ziemlich viel Werbung enthält.