Bernd Lucke gegen Frauke Petry. Der Showdown naht - beim außerordentlichen Parteitag der "Alternative für Deutschland" am Wochenende in Essen.

"In welche Richtung es gehen wird - ob sich die Partei vielleicht sogar spaltet - ist ganz schwer abzuschätzen."
Moritz Küpper, Deutschlandradio Landeskorrespondent NRW

In der Gruga-Halle in Essen läuft die Klimaanlage am Wochenende hoffentlich auf Hochtouren. Sonst überleben die Mitglieder der AfD das nicht. Nicht weil die Temperaturen draußen über 30 Grad steigen werden, sondern weil die Temperatur innerhalb der Partei kurz vorm Überkochen steht.

Eine(r) an der Spitze: ja oder nein?

Die wichtigste Aufgabe des Parteitages ist es, die neue AfD-Führung zu bestimmen. Eigentlich war vorgesehen, die bislang dreiköpfige Parteispitze durch einen einzigen Parteichef abzulösen. Übergangsweise sollte ihm bis Jahresende ein Ko-Parteichef zur Seite gestellt werden. Ein Schiedsgericht hat diesen Beschluss allerdings kürzlich wegen Verfahrensfehlern für ungültig erklärt. Die Delegierten in Essen müssen nun zunächst darüber befinden, ob es eine Einer-Spitze geben soll - oder ein anderes Modell.

"Lucke steht für die Position, dass man eben nicht mehr alle Staaten - etwa Griechenland - retten will."
Moritz Küpper
"Bei Frauke Petry reden viele schon von einem deutschen Front National."
Moritz Küpper

Schusswaffen, Sprengkörper & Trillerpfeifen verboten

Die AfD scheint in Kampflaune zu sein - die Sicherheitshinweise der AfD-Bundesgeschäftsstelle an die Parteitagsteilnehmer sprechen Bände: Ausdrücklich wird das Mitbringen von Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen, Sprengkörpern, Tränengas verboten. Auch Trillerpfeifen sind unerwünscht.

"Vielleicht ist es ja doch so, dass es beide zusammen machen."
Moritz Küpper