Polizei und Zoll verfolgen Menschen, die Cannabis anbauen, verkaufen oder in großen Mengen besitzen. Keine einfache Aufgabe, findet unsere Reporterin.

"Ein Betonquader von 17 Tonnen und innendrin waren 675 Kilogramm Marihuana."
Ulrich Mediger, Zollkriminalamt Köln

Wenn Cannabis geschmuggelt wird, dann meistens in großen Mengen. Mit fünf bis zehn Euro pro Kilogramm ist die Droge relativ günstig. Und je mehr man ordert, desto billiger wird es.

Absurde Verstecke

Polizisten finden darum manchmal die absurdesten Verstecke. Wie zum Beispiel ein Betonklotz, der als Bauteil auf einem LKW aus Albanien kam. Und gefüllt war mit mehreren hundert Kilogramm Marihuana.

LKWs durchleuchten

Die Polizisten haben verschiedene Werkzeuge und Hilfsmittel, um die Drogen am Zoll zu finden. Zum Beispiel gibt es einen Lastwagen mit Röntgenarm. Wenn der ausgefahren wird und einen anderen Lastwagen durchleuchtet, lässt sich schnell erkennen, ob der jetzt - wie angegeben - Möbel oder Getreide transportiert oder etwas anderes.

"Wenn ich jetzt einen ganzen Container voll mit Marihuana hätte – dann ist das ein anderes Röntgenbild als wenn ich jetzt eine Ladung habe mit Getreide oder Möbel. Das sieht anders aus."
Ulrich Mediger, Zollkriminalamt Köln

2013 hat der deutsche Zoll mehr als drei Tonnen Cannabis-Produkte sichergestellt – und anschließend weitere 8,5 Tonnen ermittelt. 2012 waren es sogar mehr als 20 Tonnen.

Drogenspürhunde und Röntgengeräte

Insgesamt lässt sich sagen: Die Suche nach Cannabis ist aufwändig und nicht billig: Der deutsche Zoll kontrolliert nicht nur den Warenverkehr an Flughäfen, sondern auch an Häfen und auf Autobahnen. Im Einsatz: Zollbeamte, Drogenspürhunde und Röntgengeräte.