Die Weltbevölkerung wächst. Während wir Lebensmittel verschwenden, herrscht woanders Hunger. Wie kann zukünftig unsere Ernährung aussehen? Eine Lösung: Wir essen nicht nur, sondern produzieren auch.

Die Ausstellung "Food Revolution 5.0", die im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zu sehen ist, will die Revolution des Essens zeigen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Digitalisierung und smarten Welten und will gleichzeitig auch an Altem festhalten. Wir Konsumenten - also wir Esser - sollen Teil der Lösung werden. Außerdem soll es nicht allein um immer größer gehen.

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Überfluss

Wichtig ist deshalb nicht nur, was auf unserem Tisch landet, sondern auch, wie Landwirtschaft künftig funktionieren kann. Diese soll nicht allein auf riesige, digitale Lösungen, sondern auch auf dezentrale, kluge Innovationen setzen.

In der Ausstellung wird zum Beispiel ein Bauernhof vorgestellt, der als Kreislauf funktioniert: Im Hofgebäude stehen die Schweine im Stall und ernähren durch ihre Exkremente Tomaten im Stockwerk darüber mit. Das Ganze wird zentral gesteuert. Auch Indoorfarmen sind Teil der Ausstellung.

In einem gläsernen Schrank stehen Pflanzen. Es ist eine Indoor-Farm.
Immer frisch. Die Indoor-Farm sorgt zu Hause für frische Kräuter und Salat. Das spart lange Transportwege für die Nahrungsmittel.

Doch die Frage ist, ob viele dezentrale Lösungen helfen, schon bald acht Milliarden Menschen weltweit zu ernähren. Aus Sicht der Ausstellungsmacher ist das möglich. Denn zum einen werfen wir Konsumenten in den Industrienationen tonnenweise Nahrungsmittel in den Müll. Zum anderen sollen wir Konsumenten künftig in die Rolle der Produzenten schlüpfen.

"Insekten sind eine Proteinquelle der Zukunft. Sie können sich zu Hause eine kleine Insektenfarm ins Regal stellen und Mehlwürmer züchten. Die können sie dann zu einem leckeren Essen verarbeiten."

Die Insektenfarm zu Hause schafft eine Alternative zum konventionellen Fleisch. Das klingt vernünftig, denn wer viel Fleisch isst, verbraucht reichlich Ressourcen. Doch vielen vergeht der Appetit, wenn sie an Insekten auf ihrem Teller denken. Auch dafür hat die Ausstellung eine Lösung parat - einen 3-D-Drucker.

In einem 3D-Drucker wird ein falscher Hase gedruckt.
Gleich ist der falsche Hase fertig. Dafür wird zuerst aus Mehlwürmern und Insekten eine Art Paste hergestellt. Diese wird dann durch den 3D-Drucker in die Form eines Hasen gebracht. Guten Appetit!