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Egal ob Schlumpfeis, Likör oder Schokolinsen: Blaue Lebensmittel werden bislang in der Regel mit künstlichen Farbstoffen eingefärbt, vor allem mit Brilliantblau - abgekürzt E133. Das könnte sich ändern.

Künstliche Farbstoffe haben bei Kundinnen und Kunden meist keinen guten Ruf. Brilliantblau gilt zwar als unbedenklich, in Tierversuchen zeigte sich allerdings, dass es sich in hohen Dosen unter anderem in den Nieren einlagern kann. Deswegen wird schon länger nach einer natürlichen Alternative gesucht.

Einem internationalen Forschungsteam ist es jetzt gelungen, einen natürlichen blauen Farbstoff aus Rotkohl zu gewinnen. Dafür haben die Forscherinnen und Forscher erfolgreich nach einem Enzym gesucht, das rot-violette Anthocyan-Farbstoffe aus dem Kohl biochemisch so umbaut, dass sie blau werden. Erste Tests haben ergeben: Der neue blaue Farbstoff ist chemisch stabil und kann Lebensmittel färben. Es muss aber noch untersucht werden, ob er gesundheitlich unbedenklich ist.

Ihre Ergebnisse haben die Forschenden im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht. Zwei der Forschenden haben ein Startup-Unternehmen gegründet, um ihr Enzym und den Farbstoff zu vermarkten.