Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Harvard University hat Eisenzeit-Gräber aus dem Nordosten Englands untersucht. 500 Personen wurden dort bestattet - teilweise mit ihren Streitwagen. DNA-Analysen zeigen, dass einige der Begrabenen verwandt waren - und das Überraschende: Oft hatten sie dieselbe Mutter, aber unterschiedliche Väter. Deshalb gehen die Forschenden davon aus, dass die Gesellschaft in Britannien matriarchal organisiert war, bevor die Römer kamen. Damals könnten die Frauen an ihrem Geburtsort gelebt haben, während die Männer umhergezogen sind. Vielleicht hatten Frauen sogar mehrere Männer gleichzeitig.
Die Studie ist bisher nur als Preprint erschienen, also noch nicht von unabhängigen Forschenden überprüft worden.
