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Eigentlich können wir es uns ja denken: Je mehr wir jetzt in der Corona-Zeit online sind, im Homeoffice, in Video-Calls oder bei Netflix, desto mehr Energie verbrauchen die Internetserver.

Forschende in den USA schreiben in einem Fachmagazin, dass die Internetdaten, die gespeichert und übertragen werden, großen Einfluss auf die Umwelt haben. In Zahlen: Eine Stunde Videokonferenz verursacht demnach rund 160 Gramm CO2, eine Stunde Streaming das 3-fache*.

Die Forschenden schreiben: Wer beim Video-Call die Kamera ausschaltet, kann diesen ökologischen Fußabdruck um einiges senken. Weiterer Tipp: Bei Streaming-Diensten nicht in HD schauen, sondern in der Standardauflösung. Das senkt den Fußabdruck laut den Forschenden auch nochmal.

Sophie Stigler, Nachrichtenredakteurin Deutschlandfunk Nova
Wenn man z.B. im Videocall die Kamera ausmacht, schrumpft der ökologische Fußabdruck zusammen, auf nur noch 4 Prozent.

Die Forschenden sagen, es müsse viel mehr darüber aufgeklärt werden, wie viel Energie, Wasser und Land fürs Surfen und Streamen verbraucht wird. Der CO2-Ausstoß wurde ihnen zufolge zwar schon öfter berechnet, aber nicht die Auswirkungen auf Wasser und Landflächen. Landflächen gehen durch das Streaming laut den Forschenden auch verloren. Es gibt auch Berechnungen für Deutschland. Obwohl Deutschland wegen mehr erneuerbarer Energien eine bessere CO2-Bilanz beim Streamen hat als andere Länder, ist der Wasser- und Landverbrauch höher als anderswo.

*In einer ersten Fassung haben wir hier fälschlicherweise von einem Ausstoß von einem Kilogramm CO2 gesprochen.