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Was war die wichtigste wissenschaftliche Entdeckung 2016? Die Frage stellt sich die Redaktion des Wissenschaftsmagazins Science jedes Jahr.

Dieses Mal hatte sie keine Probleme sich zu entscheiden: Denn dieses Jahr wurden zum ersten Mal Gravitationswellen beobachtet. Für Physiker eine Sensation - schon vor 100 Jahren hatte Albert Einstein vermutet, dass es sie gibt. Gravitationswellen sind kleine Verzerrungen in der vierdimensionalen Raumzeit, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Einstein dachte aber, dass sie zu schwach sind, um sie zu messen.

Im Februar haben Wissenschaftler es aber tatsächlich geschafft. Das Observatorium LIGO in den USA hat Spuren von Wellen aufgefangen, die entstanden sind, als zwei riesige schwarze Löcher umeinander kreisten. Die Entdeckung könnte Physikern künftig dabei helfen, einen genaueren Blick ins All zu werfen.

Beeindruckend war nicht nur die Entdeckung selbst. Monatelang haben über 1000 Forscher daran gearbeitet, die Ergebnisse zu überprüfen. Dabei haben alle dicht gehalten - bis zur offiziellen Veröffentlichung.