Wie schafft man es, zu fliegen – und was passiert dabei im Kopf?

Eine neue Studie im Fachjournal Current Biology zeigt: Die ersten Flug-Tiere der Erdgeschichte brauchten dafür überraschend wenig Gehirn.

Es geht um die Pterosaurier – also die riesigen Flugsaurier, die vor über 200 Millionen Jahren in der Luft unterwegs waren. Sie sind keine Dinosaurier und auch keine Vorfahren der Vögel – beide Gruppen haben das Fliegen unabhängig voneinander entwickelt.

Die Forschenden haben Schädel von Flugsauriern, ihren Vorfahren und heutigen Vögeln verglichen. Dabei zeigte sich: Die frühen Pterosaurier hatten ein winziges Gehirn, aber trotzdem genug Spezialbereiche, um gut sehen und sicher fliegen zu können. Quasi einen kleinen, aber cleveren „Flugcomputer“. Und der entwickelte sich offenbar viel schneller als gedacht und unabhängig von dem der Vögel.

Die Studie zeigt: Zum Abheben braucht es weniger Hirnmasse als gedacht – entscheidend ist die richtige Ausstattung.