In den letzten Tagen wurden mehr als 10.000 Kraniche gesichtet, die auf dem Weg in den Norden sind. Erspäht wurden sie laut der Naturschutzorganisation Nabu zum Beispiel in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Am Ziel, im Nordosten von Deutschland und in Skandinavien erwartet die Zugvögel gerade noch klirrende Kälte und Schnee. Wobei die Kälte offenbar kein Problem ist. Nur eine geschlossene Schneedecke macht es schwer, Nahrung zu finden.
Ein Fachmann vom Nabu geht davon aus, dass in den kommenden drei bis vier Wochen insgesamt rund 400.000 Kraniche aus dem Süden zurückkommen. Die meisten davon fliegen zum Brüten weiter nach Norden, aber rund 35.000 Kraniche ziehen ihre Jungen in Deutschland groß, und zwar vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
Kraniche leben überwiegend in lebenslanger Beziehung mit einem Partner. Und das feiern sie: In der Paarungszeit tanzen und trompeten sie jedes Jahr aufs Neue.
