Aber in ihm lebt noch was. Das haben Wissenschaftler aus Südtirol im Fachmagazin Microbiome veröffentlicht. Sie haben untersucht, welche Mikroorganismen in und an Ötzi gelebt haben. Zum Teil haben sie Spuren von Ötzis alter Darmflora gefunden. Außerdem haben sie Hefepilze entdeckt, die zum Teil wohl aus der damaligen Gletscherumgebung stammen. Die Forschenden haben das Erbgut der gefundenen Hefen analysiert und schließen daraus, dass sie sich in den letzten Jahren vermehrt haben.
Das könnte damit zusammenhängen, wie die Mumie nach ihrer Entdeckung Anfang der 1990er Jahre zuerst konserviert wurde. Und die Mumie war kurzzeitig mal aufgetaut worden, um Proben zu nehmen. Das könnte die Hefepilze zwischendurch aktiviert haben.
Um die Mumie möglichst gut zu erhalten, ist es wichtig, Ötzi in einer Spezialkühlkammer bei minus sechs Grad zu lagern. Damit die Hefen keine Chance haben, die Leiche aus der Steinzeit zu zersetzen.
