Hunde haben dunklere Augen als Wölfe - dafür hat der Mensch gesorgt, als er vor rund 50.000 Jahren anfing, Wölfe zu zähmen und zu züchten.
Das meldet ein Forschungsteam aus Japan, das die Augen von 30 Hunderassen untersucht hat. In einem Fachmagazin berichtet es auch, warum Menschen wohl die dunkleren Augen bevorzugen. Das Team hat rund 80 Menschen Fotos von Hunden gezeigt. Die Teilnehmenden empfanden die Hunde mit dunklen Augen als freundlicher und jünger. Das könnte damit zusammenhängen, dass bei den dunklen Augen die Pupille größer wirkt. Frühere Studien haben schon gezeigt, dass Lebewesen mit größeren Pupillen auf Menschen und andere Primaten positiver, jünger und verletzlicher wirken. Menschen könnten sich also ihre Hunde so gezüchtet haben, dass sie liebenswerter und weniger bedrohlich wirkten.
Die Forschenden sind sich da aber auch nicht zu 100 Prozent sicher. Es könnte auch sein, dass einfach die meisten Hunderassen dunkle Augen haben - und Menschen die positiver bewerten, einfach, weil sie gewohnter und vertrauter aussehen.
