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Auch wer tot ist, kann effektiv was fürs Klima tun: durch Kompostieren statt einer klassischen Sarg- oder Urnenbestattung.

Das kann nämlich eine ganze Menge CO2 sparen. Auf der Jahreskonferenz der AAAS, der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, haben Forschende der staatlichen Uni in Washington die Ergebnisse einer kleinen, noch unveröffentlichten Pilotstudie vorgestellt. Dafür haben sie sechs Leichen in einen speziellen Behälter mit Holzspänen und Stroh gegeben. Nach vier bis sieben Wochen waren nur noch die Skelette übrig - und auch die Knochen hatten sich teilweise zersetzt.

Den Forschenden zufolge kostet es zwar ein bisschen Energie, Leichen zu kompostieren - denn die Behälter müssen gedreht, beheizt und belüftet werden. Aber der Prozess ist trotzdem umweltfreundlicher als klassische Arten der Bestattung, denn er kommt ohne die Chemikalien aus, die bei den meisten Beerdigungen zum Einsatz kommen. Und am Ende kommt dabei eben auch noch Kompost raus, der als Dünger benutzt werden kann.

Im US-Bundesstaat Washington steht mit Recompose schon ein Unternehmen in den Startlöchern, das die Kompostierung von Leichen ab dem nächsten Jahr als Alternative zu herkömmlichen Bestattungen anbieten will.

In Deutschlandfunk Nova haben wir am 25. Mai 2019 mit dem Forensiker Mark Benecke über das Thema gesprochen.