Berechnungen zufolge kriegt nur einer von fünf Menschen die Therapie, die er oder sie eigentlich bräuchte. Oft gibt es zu wenige Therapeutinnen und Therapeuten. Eine Lösung könnten digitale Therapien sein, bei denen die Hilfesuchenden nicht persönlich zu Sitzungen gehen, sondern sich online begleiten lassen und bestimmte Aufgaben und Fragebögen bekommen. Forschende, unter anderem auch aus Deutschland, haben sich mehr als 80 Studien zu digitalen Therapien angeschaut, um festzustellen, wie erfolgreich die sind, um zum Beispiel leichte oder mittelschwere Depressionen zu behandeln. Die Forschenden schreiben: Die digitalen Therapie-Angebote helfen. Unklar ist allerdings, ob sie genauso gut helfen wie eine persönliche Therapie oder Medikamente. Dazu gibt es noch zu wenig Studien.
Die Idee der Online-Therapien ist, dass damit mehr Menschen gleichzeitig betreut werden können und der Zugang leichter ist. Auch diese Programme werden in der Regeln professionell begleitet und manchmal gibt es auch Einzelgespräche, aber viele Übungen und Aufgaben sind universell.
