In der Mathematik gibt's einige ungelöste Probleme - und dazu zählen auch die Navier-Stokes-Gleichungen.

Damit wird beschrieben, wie bestimmte Flüssigkeiten und Gase strömen und das wird zum Beispiel genutzt für Wettermodelle. Allerdings konnte bisher nicht bewiesen werden, ob es für diese Gleichungen unter allen Bedingungen eine eindeutige Lösung gibt. Deshalb hat ein Mathe-Institut in den USA ein Preisgeld von einer Million Dollar für die Lösung ausgesetzt.

Jetzt sagt die US-Firma OpenAI, dass eines ihrer KI-Systeme das geschafft hat, was Mathematikerinnen und Mathematiker seit rund 90 Jahren versucht haben: Die KI soll nach nur 88 Stunden die Lösung der Navier-Stokes-Gleichungen geknackt haben.

Allerdings gibt's auch Plagiatsvorwürfe: Denn die KI soll genau den Lösungsansatz genutzt haben, den zwei Mathematiker vorher verfolgt hatten - und einer von ihnen arbeitet bei der Open-AI-Konkurrenzfirma Anthropic. Der Vorwurf lautet, dass die Daten der Mathematiker genutzt wurden. Das streitet OpenAI ab.

Das Clay Mathematics Institute, kurz CMI, hatte im Jahr 2000 die Liste der sogenannten "Millenium-Probleme" aufgestellt, auf der außer den Navier-Stokes-Gleichungen noch weitere sechs Mathe-Probleme stehen. Das Institut verspricht für die Lösung jedes Problems ein Preisgeld von jeweils einer Million Dollar.