Seit dem Verbot bestimmter Chemikalien vor gut 40 Jahren erholt sich die Ozonschicht.

In den Geophysical Research Letters warnt jetzt aber ein Forschungsteam, dass damit ein neues Problem entstanden sein könnte. Es geht unter anderem um moderne Kühlmittel, die als Ersatz für ozonschädigende Chemikalien eingesetzt werden. Sie zerfallen in der Atmosphäre zu Trifluoressigsäure, kurz TFA, und die gehört zur Gruppe der PFAS, den sogenannten Ewigkeitschemikalien. Das heißt, die Verbindung baut sich nur sehr, sehr langsam ab. Die Chemikalien regnen regelrecht auf die Erde herunter. Fachleute vermuten, dass sie für Tiere und Menschen giftig sein könnten.

Modellrechnungen zeigen laut dem Team, dass ein Drittel der TFA-Belastung auf der Erdoberfläche in den letzten rund 20 Jahren von modernen Kühlmitteln und Narkosegasen stammt. Die Forschenden erwarten, dass die Belastung in den nächsten Jahrzehnten noch zunimmt.