Wenn es im Winter kalt wird, ziehen wir Menschen dicke Socken und warme Mäntel an. Spitzmäuse haben dagegen eine ganz spezielle Methode, um mit der Kälte klarzukommen:

Sie bekommen quasi eine große Klappe - sprich, sie lassen sich eine längere Schnauze wachsen. Japanische Forschende haben die Köpfe von Spitzmäusen untersucht, die in verschiedenen Jahreszeiten eines natürlichen Todes gestorben waren. Die Fachleute schreiben im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B: Im Winter sind die Spitzmaus-Schnauzen im Schnitt 7 Prozent höher und breiter als in anderen Jahreszeiten, ab dem Frühling schrumpfen sie wieder.

Die Fachleute können sich verschiedene Erklärungen dafür vorstellen: Eine größere Schnauze bedeutet auch mehr gut durchblutete Schleimhaut-Fläche in Nase und Maul, die kalte Luft wärmen kann. Das ist besser fürs Spitzmaus-Gehirn. Vielleicht können die Tiere mit der größeren Schnauze aber auch leichter Futter erschnüffeln, Würmer in der Erde zum Beispiel.