Bergführerinnen und Bergführern in den Alpen setzt die Hitze in den Bergen zu.

Sie haben deswegen zum Teil weniger Touren. Denn aufgrund der Wärme schmelzen Gletscher und Permafrostböden - und zwar heftiger und eher im Jahr als früher. Das erhöht unter anderem die Gefahr von Steinschlägen. Deswegen dürfen etliche Routen auf prominente Gipfel wie den Mont Blanc, das Matterhorn oder das Jungfraujoch inzwischen nicht einmal mehr mit Bergführung begangen werden.

In anderen Sommern wurden solche Sicherheitsmaßnahmen zum Teil auch schon ergriffen, aber meist erst Ende August und nicht schon im Juni oder Juli.

Mehrere Gründe für das starke Schmelzen

Einem Schweizer Gletscherforscher von der Uni Zürich zufolge gibt es mehrere Gründe, warum die Alpengletscher dieses Jahr so stark abschmelzen. Unter anderem ist am Ende des Winters wenig Schnee gefallen, der das Gletschereis etwas vorm Schmelzen schützen kann. Hinzu kamen im Frühjahr etliche Ladungen an Saharastaub, die den Schnee dunkler und damit anfälliger fürs Schmelzen gemacht haben. Außerdem gab es mehrere Hitzewellen, die seit Mai auch hoch im Gerbirge die Temperaturen steigen ließen.

Ein Bergführerverband aus Norditalien weist darauf hin, dass es aktuell in den Alpen trotzdem viele andere Wanderrouten gibt, die auch weiterhin begehbar sind.