Viele haben einen Horror vor überfüllten Stränden am Meer.

Ein spanisches Forscherteam hat jetzt noch mal festgestellt, dass eingecremte Menschenmassen auch für die Umwelt schlecht sind: Denn aus Sonnenschutzmitteln werden Schadstoffen wie Leicht- und Schwermetalle freigesetzt und ins Meer geschwemmt. Der Studie zufolge kann sich dadurch an einem normalen Strand der Titangehalt im Wasser um 20 Prozent erhöhen, der von Aluminium um vier Prozent. In geringen Mengen wird auch Blei freigesetzt.

Schon länger bekannt war, dass durch Sonnencremes gefährliche Chemikalien wie Oxybenzon und Parabene ins Wasser gelangen, die zum Beispiel Korallen schädigen. Als Ersatz wird oft ein physischer UV-Schutz wie Titandioxid eingesetzt. Die spanischen Forscherinnen und Forscher fanden nun heraus, dass das Titan und andere Schwermetalle im Meerwasser und unter Einfluss von UV-Licht freigesetzt werden. Titan kann beim Menschen Entzündungen und allergische Reaktionen auslösen kann. In Frankreich ist Titandioxid in Nahrungsmitteln ab dem kommenden Jahr verboten. Die Wirkung auf Meeresorganismen ist bisher kaum untersucht.