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Seegras könnte dabei helfen, zumindest ein bisschen Plastikmüll aus den Weltmeeren zu entfernen.

Das hat eine Forscherin aus Barcelona mit Kollegen bei Untersuchungen an vier Stränden auf Mallorca herausgefunden. Dort wachsen im Flachwasser an der Küste Wiesen von Seegras am Meeresgrund. Außerdem ist das Mittelmeer rund um die Insel ziemlich verschmutzt mit Plastikteilchen.

Seegras und Plastik verbinden sich zu Faserkugeln

Das Forschungsteam fand heraus, dass sich Plastikmüll in Seegraswiesen offenbar sammelt. Aus den Resten von Seegras und dem Plastik bilden sich im Meer braune Kugeln aus Fasern. Diese sogenannten Neptunbälle werden dann an Strände gespült.

Das Forschungsteam rechnet hoch, dass Neptunbälle im Mittelmeer bis zu 860 Millionen Plastikteilchen pro Jahr aus dem Meerwasser holen könnten. Was mit dem Plastik dann am Strand passiert, haben die Forschenden allerdings nicht untersucht.

Das Team sagt: Auch wegen ihrer Filterleistung sollten Seegraswiesen im Mittelmeer besser geschützt werden. Die Studie wurde im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht.