Zahnbehandlungen gab es schon vor 60.000 Jahren, und zwar nicht nur bei unseren direkten Vorfahren, sondern auch bei Neandertalern.

Auch sie haben offenbar Karies entfernt, mit Hilfe eines scharfen Steinbohrers. Das schließen russische Forschende aus einem Backenzahn, den sie in einer Höhle in Südsibirien gefunden haben. Der Zahn zeigt ein tiefes, unnatürlich geformtes Loch mit Kratzspuren.

In der Höhle wurden auch Steinwerkzeuge gefunden. Experimente weisen darauf hin, dass Spitzen solcher Steine Karies wirksam entfernen können. Die Behandlung war wohl schmerzhaft, dürfte aber Entzündungen gelindert haben.

Die Studie dazu ist im Fachmagazin Plos One veröffentlicht.