Einen aktiven Vulkan anbohren, klingt nicht gerade ungefährlich, könnte aber wichtige Erkenntnisse liefern.

Deswegen planen Forschende in Island, in die Magmakammer des Krafla-Vulkan vorzudringen - um dort Messungen und Experimente durchzuführen. Das wurde so noch nie versucht. Beteiligt sind 25 Unis und Institute aus der ganzen Welt.

Wie die LMU München auf ihrer Website schreibt, bietet das Krafla-Vulkanfeld dafür einzigarte Chancen. Denn eine Kammer mit flüssigem Magma-Gestein gibt es dort in ungewöhnlich niedriger Tiefe von rund zwei Kilometern.

Zu den Risiken gehört vor allem, dass bei der Bohrung die Werkzeuge und Instrumente schnell kaputt gehen. Dass es zu einem Vulkanausbruch kommt, stufen Fachleute als eher unwahrscheinlich ein. Umgekehrt könnten Erkenntnisse aus der Aktion unter anderem helfen, Vulkanausbrüche besser vorherzusagen. Die erste Bohrung ist grob für nächstes Jahr geplant.