Kein Führerschein, keine Partys, keine Reisen. Bassit ist während der Corona-Pandemie 18 geworden. Seine Volljährigkeit löst in ihm gemischte Gefühle aus.

Eigentlich würde Bassit jetzt gern andere Länder bereisen, auf Events gehen oder mit dem Auto herumcruisen. Er wohnt in der Nähe von Würzburg und Heilbronn und ist gerade 18 geworden. Doch die Pandemie macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Feiern und Urlaub sind nicht drin. Seine Führerscheinprüfung wurde zu allem Übel auch noch verschoben. "Das ist auf dem Land natürlich fatal", erklärt Bassit. Auch seine eigene Geburtstagsparty musste er coronabedingt draußen und nur mit ein paar wenigen Freunden feiern. Für ihn sei das aber den Umständen entsprechend okay gewesen.

"Ich hatte nicht die Absicht, zum nächsten Super-Spreader-Event aufzurufen."
Bassit ist während der Pandemie 18 geworden

Mixed Feelings

Das Abi hat Bassit zwar in der Tasche, aber so ein richtiger Abschluss mit der Schule war das wegen Corona nicht. In Bezug auf seine Zukunft ist Bassit dennoch positiv gestimmt. Er freut sich, dass er bei den nächsten Wahlen seine Stimme abgeben darf. Außerdem hat er den Plan, "Philosophy, Politics and Economics" zu studieren.

"Das interessiert mich einfach, weil man da so breit aufgestellt ist, drei Disziplinen hat und sich nicht so sehr festlegen musst."
Bassit ist während der Pandemie 18 geworden

Während seiner Arbeit im Landesschülerbeirat habe er außerdem gemerkt, dass viele Politiker aktuell nicht wissen, in welche Richtung unsere Gesellschaft steuert. Dennoch hat Bassit das Gefühl, dass ihm beruflich viele Türen aufstehen. Und dass er so eine Extrem-Situation wie die Pandemie miterleben musste, hat neben all den negativen Seiten auch was Gutes: "Ich habe die Hoffnung, dass aus der Situation gelernt wird", sagt er.