Am 20. April 1999 erschossen der 18-jährige Eric Harris und der 17-jährige Dylan Klebold innerhalb einer knappen Stunde zwölf ihrer Mitschüler, einen Lehrer und anschließend sich selbst.

Das Massaker an der Columbine High School in Littleton, einem Vorort von Denver im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado, sorgte weltweit für Entsetzen. Die beiden Täter hatten ihren Amoklauf monatelang vorbereitet und sich mit Hilfe einer Mitschülerin die Waffen besorgt. Eigentlich hatten sie einen Bombenanschlag geplant, dem sehr viel mehr Menschen zum Opfer gefallen wären. Aber die in der Cafeteria der Schule platzierte Bombe detonierte auf Grund eines technischen Fehlers nicht.

Zwei Männer mit Waffen
© Imago Images | Zuma Press
11.57 Uhr: Eine Kamera in der Cafeteria zeichnet die beiden Amokläufer auf.

Das Massaker von Columbine hat in den USA eine Debatte über das Waffenrecht ausgelöst, ohne dass eine konkrete Gesetzesänderung beschlossen wurde. Der Einfluss der mächtigen Waffenlobby hatte dafür gesorgt, dass die Debatte umgeleitet wurde - es wurde mehr darüber nachgedacht, die Lehrer zu bewaffnen, anstatt die Waffengesetze zu verschärfen.

Ihr hört in Eine Stunde History:

  • Deutschlandfunk-Nova-Reporter Sven Preger schildert die Ereignisse in der High School von Columbine am 20. April 1999.
  • Die Buchautorin Mareike Wilke spricht über die Lebensläufe der beiden Täter und die Hintergründe, die zur Tat geführt haben.
  • Der Konfliktforscher Andreas Zick von der Universität Bielefeld erklärt, wie die Situation an deutschen Schulen derzeit ist, und welche Möglichkeiten es gibt, Gewalt an Schulen zu begegnen.
  • Der Thilo Kößler, USA-Korrespondent des Deutschlandfunks, schildert die Debatten in den Vereinigten Staaten nach den letzten Amokläufen an amerikanischen Schulen und berichtet über den großen Einfluss der amerikanischen Waffenlobby.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld spricht über die Schulmassaker in den USA und in anderen Ländern von der Mitte des 19. Jahrhunderts an bis heute.