In den USA hat der Automobilkonzern VW Modelle mit Dieselmotoren auf den Markt gebracht, die bei Abgasuntersuchungen gezielt den Ausstoß von Schadstoffen runter regulieren.

Das Automobilkonzerne die Verbrauchswerte der Motoren von Neuwagen unter idealisierten Bedingungen erstellen, die im realen Verkehrsbetrieb nie erreicht werden können, ist mittlerweile ein anerkannter Betrug am Kunden. Neu sind die von VW bereits bestätigten Vorwürfe, dass Abgasuntersuchungen bei neuen Dieselmodellen gezielt manipuliert wurden, damit diese für den US-Markt zugelassen werden konnten.

Dieselautos sollten in den USA gepusht werden

Der amerikanische Automarkt zählt zu den wichtigsten Absatzgebieten der Automobilindustrie überhaupt. Allerdings haben Dieselautos dort wegen ihrer generell höheren Umweltbelastung ein schlechtes Image. VW wollte die Absatzzahlen durch neue, besonders umweltfreundliche Dieselfahrzeuge mit Hilfe einer Clean-Diesel-Initiative auch in den USA verbessern. Allerdings haben vor allem die neuen Modelle VW Jetta, VW Beetle und der Audi A3 ihre Straßenzulassung nur erhalten, weil eine Software bei Abgasuntersuchungen gemogelt hat.

Das Image von VW ist im Keller

Das Computerprogramm erkennt anhand mehrerer Faktoren, dass sich ein Auto auf einem Prüfstand und nicht im Straßenverkehr befindet und reguliert die Leistung des Motors soweit herunter, dass zum Beispiel die Stickoxid-Werte bis zu 40-mal geringer sind als im Alltag. Das haben US-Forscher herausgefunden, die mit dem International Council on Clean Transport zusammenarbeiten. In der Folge des Betrugs hat die VW-Aktie bisher über 20 Prozent an Wert verloren. Weitere finanzielle und strafrechtliche Folgen werden sich anschließen, vom Imageschaden im hart umkämpften USA-Geschäft ganz zu schweigen.