Heute wirken Tankstellen wie aus dem Fertighaus-Baukasten. In den 50er und 60er Jahren aber scheint jede einzelne von einem Architektur-Liebhaber erdacht worden sein. Joachim Gies hat die alten Tanken besucht. Ein Bildband über Leerstand und kuriose Umbauten.

Sie stehen überall, versteckt, umgebaut und manchmal auch herunterkommen. Für seine Abschlussarbeit "Abgetankt" an der Fachhochschule Dortmund hat der Fotograf 300 Tankstellen in ganz Nordrhein-Westfalen abgefahren. Und fand statt Benzin Dönerläden, Fast-Food-Ketten, Reifenhändler, ein Reisebüro oder Wohnhäuser - für Menschen oder auch für einen Papagei. Was ist passiert? Warum steht sie jetzt leer?, auch diese Fragen stellte er den Besitzern bei seiner Tankstellen-Reise.

"Die meisten Leute hängen sehr an den Gebäuden"
Joachim Gies, Fotograf

Manchmal war es das letzte Foto vor dem Abriss. Das Projekt will Joachim Gies nun auf ganz Deutschland ausweiten, auch um die letzten Stunden einiger Tankstellen-Fossilien festzuhalten. Wer eine der Raritäten kennt, meldet sich einfach bei ihm.