Es ist das Gesprächsthema, neben diesem Sportturnier, das gerade in Frankreich stattfindet: Der Router spinnt. Bei unserer Netzautorin Martina Schulte und auch sonst bei fast jedem, den man fragt. Alles Zufall?

Die Wahrheit ist, so schreibt Dan Nosowitz, Chefnerd beim NY-Magazine: Die meisten Router sind schlechte Gadgets, die aus vielerlei Gründen oft nicht richtig funktionieren. Das Hauptproblem: Ein Router ist oft einfach nicht in der Lage, eine ganze Wohnung befriedigend abzudecken.

Tipps fürs bessere WLAN

Michael Seeman empfiehlt in der PC Welt, erst einmal zu checken, was für einen Router ihr habt. Es gibt ältere Modelle, die mit 54 Mbit/s Übertragungsrate unterwegs sind, und neuere, die mit bis zu 1300 Mbit pro Sekunde Daten übertragen. Wer einen alten Router hat, sollte darüber nachdenken, sich ein neues Gerät zuzulegen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass es ein Dual-Band-Gerät ist, was sowohl 2.4GHz als auch die 5GHz- Frequenz bedient.

Ändert den Funkkanal-Bereich

2.4 GHz ist der ältere Standard, der von vielen Geräten unterstützt wird und der eine gute Reichweite hat, aber nicht sehr schnell ist. 5 GHz ist der neuere Standard, der leider einen entscheidenden Nachteil hat: Ihr müsst eher nahe am Gerät dran sein. Bei einem Dual-Band-Router hat man beides.

Moritz Metz aus unserer Netzbastelsendung empfiehlt außerdem, seinen Funkkanal-Bereich im Router zu ändern. Dazu in den Router reingehen und auf einen Kanal wechseln, den nicht alle Nachbarn nutzen, so dass sich die Pakete in der Luft stauen.

Es kann auch helfen, den Router umzustellen. Am besten steht er in der Mitte der Wohnung. Nie unter einem Schrank oder im Schrank. Router mögen auch keinen Kabelsalat ringsherum, das lenkt das Signal ab. Viele Router haben auch ein Problem mit Wänden, auch wenn die technisch kein Problem sein sollten. Was wirklich hilft: Den Router auf einen erhöhten Platz stellen - auch wenn die Dinger verdammt hässlich sind.

Router selbst gebastelt

Und wenn das alles nicht hilft, könnt ihr auch basteln. Alles, was ihr dazu braucht, ist etwas Alufolie und Gaffatape. Unser Netzautorin Martina Schulte hat einfach einen Schuhkarton ohne Deckel innen mit Alufolie ausgekleidet, ein Loch fürs Kabel reingeschnitten und mit Gaffatape festgeklebt. So ensteht ein zugegebenermaßen sehr hässlicher, DIY-Wifi-Parabol-Verstärker. Die Funkstrahlen des Routers gehen normalerweise bei einem Router in jede Richtung. Der Schuhkarton wirkt wie ein Faradayscher Käfig, dann können sie nur noch zur offenen Seite heraus.