Geschichten von menschlichen Piloten und freundlichen Flugbegleitern erwärmen nicht nur unsere Herzen, sondern sind auch beste PR für Fluggesellschaften.

Manche dieser Geschichten klingen wie ein Märchen. Zum Beispiel die von Adam Cohen, Pilot bei einer kleinen amerikanischen Fluggesellschaft. Adam Cohen steuerte sein Flugzeug bereits Richtung Startbahn, doch dann legte er einen U-Turn hin und fuhr noch einmal zum Gate zurück. Und alles nur deswegen, weil dort noch eine Familie wartete, die dringend zur Beerdigung des Familienvaters nach Memphis musste.

Die Familie hatte das Flugzeug wegen ihres vorhergehenden verspäteten Fliegers beinahe verpasst, wenn nicht der Pilot Adam Cohen gesehen hätte, wie sie winkend und weinend auf dem Flugfeld standen. Als er nachfragte, was denn dort los sei, entschied er sich noch einmal anders und kehrt um.

Diese und ähnliche Geschichten eignen sich nicht nur als Vorlage für einen schnulzigen Hollywoodfilm, sind natürlich auch ideal, um das Image von Fluggesellschaften gründlich aufzupolieren. Der Social Media Experte Felix Beilharz sagt dazu: "Die Social Media Kanäle machen nur das, was schon immer da war - wir erzählen Ding, die uns passiert sind, weiter." Genau das werde jetzt durch Kanäle wie zum Beispiel Facebook noch verstärkt. Er glaubt, dass ein großer Teil dieser Geschichten wahr sei, denn Viralität sei schwer planbar und umgekehrt, wenn es auffliegt, dass ein Unternehmen solche persönlichen Statements gefälscht habe, würde sich das sehr negativ auswirken.

"Viralität ist generell schwer planbar. Wenn Emotionen eine Rolle spielen, Freude, Angst, Trauer, Verblüffung, dann hat man eine höhere Chance auf Viralität, aber garantieren kann man es nicht, weil auch Glück eine Rolle spielt."